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Künstlerische Entwicklung

 

Ylva Hinds, geb. 1957 in Mannheim, erlernt die Kunstmalerei schon früh vom Vater, der selbst von seinem Handwerksmeister ausgebildet worden war. Demnach begann ihr künstlerisches Schaffen zunächst noch spielerisch und mit vorwiegend realistischen und naturalistischen Stilmitteln.

Das Zeichnen und Malen wurde Mitte der 80er-Jahre durch die Hinwendung zu Literatur und Literaturwissenschaft weitgehend in den Hintergrund gedrängt. Und zunächst auch nur in der Literatrur gewinnt der Expressionismus zunehmend an Einfluss;  die „Wirklichkeit“ weicht bestmöglich innerer Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

Nach dem Tod des Vaters beginnt ein Prozess des malerischen Wiederfindens in unterschiedlichen Techniken und Stilen. Es entstehen Aquarelle, Zeichnungen, Ölbilder und einige wenige Arbeiten in Acryl, stilistisch wie auch inhaltlich stets figurativ zum Expressionismus und dem Abstrakten hin bewegen. Erste Versuche, sich gänzlich von der Form zu lösen, müssen aber zunächst an sedimentierten Normen und Regeln scheitern.

Im Sommer 2008, ausgelöst durch einen Traum, letztendlich das Bekenntnis zur uneingeschränkten Weiblichkeit in der Kunst - erlangt der Prozess den Vorrang vor der Antizipation eines in der Vorstellung bereits vorweggenommenen Bildes.

Freiheit und grundsätzliche HERRschaftslosigkeit prägen sanft, jedoch bestimmt, den Willen zur unendlichen Versöhnung des Menschen mit sich und der Natur. So entstehen Bilder, bei denen sich Flächigkeit, eindeutige Linien und ungebrochene Farben, Formen und klare Licht und Schattenkontraste abwechseln. Ylva Hinds  vermeidet dabei nicht gänzlich den Bezug zur Gegenständlichkeit, vielmehr geht es ihr um Wahrheitsfindung.

„Alle Kunst, ganz gleich ob dies nun bewusst oder unbewusst geschieht, alle Kunst will tatsächliche weil unmittelbare Erkenntnis schaffen und den Menschen gerade dadurch und letztendlich versöhnen.“

Ylva Hinds